Audio Fractals

Moment mal!

Wie kann man über etwas schreiben, was man selbst noch gar nicht richtig begreift?

Ist es Scharlatanerie oder Schlangenöl, welches tatsächlich in seiner Ursubstanz aus China gut gegen alles Mögliche wirkt ( etwa Impotenz, die Last des modernen Mannes ) aber später zum Inbegriff des Trick Betrugs wurde. Der Wilde Westen lässt grüßen.

Ich wage jetzt mal eine Hypothese:

Ich habe nicht nur durch Zufall, sondern auch durch unzählige Experimente und Berechnungen einen Zusammenhang entdeckt, der die klangliche Aufbereitung einer Konserve ( Aufnahme ) durch eine reproduzierende Apparatur ( HiFi Anlage ) schmackhafter und zugänglicher macht. Es klingt einfach natürlicher!

Der erste Schock kam, als ich beschloss herauszufinden, warum das akustische Zentrum nur selten in der Mitte liegt, obwohl beide Kanäle der Anlage gleich laut mit Hilfe der Messtechnik eingestellt wurden.

Verdammt noch mal, auf den meisten Steely Dan Titeln kommt Donald Fagen´s Stimme etwas von links.

Wenn ich dann den Balance Regler so einstellte, dass Donalds Stimme aus der Mitte kommt, stimmte es bei vielen anderen Aufnahmen nicht mehr und die Stimme von z.B. Billy Holiday kam dann zu weit von rechts !

Ich besorgte dann ein LED VU Meter, das ganz preiswerte von Omnitronik, um herauszufinden, ob es tatschlich auf manchen Aufnahmen so ist, dass ein Kanal lauter spielt. Das ist auch so, aber die wirkliche Überraschung kam durch die Hintertür in ganz anderer Form:

Mit dem Omnitronik im Signalweg klang es besser, obwohl ein zusätzliches Kabel plus 2 billige Buchsen pro Kanal dazu kommen, und die Blechbuchsen zum Durchschleifen am Omnitronik echt von furchterregender Primitivität sind.

Das verstößt nicht nur gegen des erste Mantra des High End Freaks:

So wenig Material Übergänge wie möglich!

Sondern auch gegen das zweite:

Bitte keine magnetische Nickelschicht!

Ich erinnerte mich dann an ein Experiment, was ich mal bei Audio Physic mit Manfred Diestertich durchgeführt habe, dem tatsächlich auch manchmal was einfällt.

Wir trennten ein Lautsprecher Kabel auf und fügten Bereiche ein, in denen wir das Kabel in kleine Beton Klötze eingossen.

Das geht nicht gut ohne Löten, also verstoßen wir hier wieder gegen das Gesetzt der minimalen Übergänge.

Es tönte richtig gut aber wir haben das auf Grund des Aufwands ( Manfred und sein Vater auf dem Balkon ) nicht mehr weiter verfolgt oder doch?

Ich nannte das damals Fraktales Kabel, ohne genau zu wissen, was es eigentlich meinte. Entschuldigung, das war vor mehr als 15 Jahren. Da war ich noch klein.

Heute haben wir ja Wikipedia und das sagt:

Lateinisch „ fractus „ gebrochen und „ frangere „ in Stücke zerbrechen-

Also lag ich intuitiv nicht ganz verkehrt.

Je weiter ich vorstieß, umso interessanter wurde es. Ich kannte seid einiger Zeit die Arbeit des Mathematikers Benoit Mandelbrot. Er entdeckte die nach Ihm benannte Mandelbrot-Menge auch bekannt als das „Apfelmännchen“ und prägte 1975 den Begriff Fraktal.

Das ist ein Objekt, dass aus mehreren verkleinerten Kopien seiner selbst besteht.

Das einzige was wir im Moment wissen müssen, ist, dass jede Menge mit nicht-ganzzahliger Dimension ein Fraktal ist. Fraktale können jedoch auch ganzzahlige Dimensionen besitzen, aber das sind seltene Ausnahmen.

Das Fraktal besteht aus einer Anzahl von verkleinerten Kopien seiner selbst und ist der Verkleinerungsfaktor für alle Kopien der gleiche, so verwendet man die Ähnlichkeitsdimension.

Man spricht dann von Selbstähnlichkeit.

Das kommt in der Natur in dieser Strenge selten vor. Da zählt mehr Statistik und Stochastik. Der Zweig eines Baumes sieht dem Baum ähnlich, ist aber nicht mit ihm in der Form komplett identisch.

Daher kommt unser Symbol für Audio Fraktals.

Ein schöner Bespiel für ein Fraktal in der Natur ist Romanesco Blumenkohl oder die Küstenlinie von Norwegen.

Man kann die Küstenlänge von Norwegen nicht genau bestimmen, da sie im Kleinen immer neue Details zeigt. Noch ein Bespiel wie der Spiegel im Spiegel, das Unendlichkeit mathematisch nicht wirklich ein Problem ist.

Wie geht es weiter, geneigter Leser ? Wie im Groschenroman: Kriegen sich der Prinz und die Prinzessin?

Wir vertreten bei Suesskind das Motto: „ It’s for Live „

Die meisten unserer Produkte kann man Updaten und Aufrüsten, wenn mir war Gutes einfällt. Wie am Beispiel einer BEO die ich auf BEO LX umgerüstet habe. Mir fehlte im Hochton der richtige Widerstandswert also verwendete ich 2 Widerstände in Serie um auf den richtigen Wert zu kommen. Ich splittete die Werte etwa im Verhältnis 6 zu 4, mit dem was ich zur Verfügung hatte. Der klangliche Effekt haute mich echt aus den Socken.

Mehr Dynamik, mehr Durchhörbarkeit, riesige Bühne-

Ich hatte da wohl durch Zufall ( Gott ist der Zufall, Heiner Basil Martion ) etwa den goldenen Schnitt getroffen: 61 zu 39. Das dehnte ich dann auf Spulen und Kondensatoren aus.

Wo ich bisher einen 6,8uF Kondensator verwendete, nahm ich 3 Kondensatoren parallel, deren 2 größten Werte ich in etwa im Goldenen Schnitt splittete.

Das wären in etwa 3,9uF, 2,2uF und 0,68uF, in der Summe 6,78uF.

Den Wert von 0,68uF nennen wir Restwert. Mathematisch Begabte können ja mal versuchen ein noch günstigeres Splitting zu errechnen, sagen wir mit 4 Werten, so dass der kleinste Wert auch im Verhältnis des Goldenen Schnittes zum nächst größerem Wert steht.

Ich gebe zu bedenken, dass Kondensatoren Serienmäßig nicht in allen Werten zu Verfügung stehen, meist ist es eine E12 oder E24 Reihe.

Auch ist noch nicht ganz klar, ob der Goldene Schnitt klanglich das optimale Verhältnis darstellt. Es gibt auch andere in der Natur vorkommende Zahlen-Verhältnisse, wie die Fibonacci Reihe. Da ist die nächste Zahl immer die Summe der 2 vorherigen Zahlen: 0112358111930 usw.

Gut zu beobachten bei Schneckenhäusern und Schalen einiger Meerestiere. Es eröffnet sich hier eine riesige Spielwiese, also muss das bisher gesagte wahrscheinlich für immer ein Work in Progress bleiben.

Dennoch machen wir gute Fortschritte und es wird noch bunter.

Ein weiterer Bereich unserer Forschungen beschäftigt sich mit mechanischen Vibrationen in passiven Bauteilen, und wie sich das klanglich auswirkt. Ich war vor einiger Zeit zu der Klangmeister Tagung in Lemgo einladen. Herr Fricke von Ecouton hat dort ein Forum geschaffen, auf dem sich auch Mitbewerber präsentieren dürfen, nobel.

Ich hatte viele Spulen und Kondensatoren dabei. Über einen hoch belastbaren Widerstand und einen 100W Verstärker steuerte ich die Bauteile an, ohne Lautsprecher. Mit einem Hörrohr für Hebammen konnte man dann die Bauteile „ Abhören „. Einige Kondensatoren und Spulen waren so pathologisch, dass Sie auch ohne Rohr munter vor sich hin spielten. Die besten Exemplare waren meist vergossen und in Metall, Kunststoff oder Papier Containern. Aber auch die besten davon waren nicht vollständig frei von Artefakten. Hier mag es auch von Vorteil sein, wenn man einen großen Bauteilewert in kleinere aufteilt, die ein günstiges Verhältnis haben. Aus einer großen Stimme werden dann viele kleine und das nervt hoffentlich weniger.

Wir können also festhalten, dass man passive Bauteile in kleinere Werte zerlegen kann, die in der Summe den gewünschten Wert ergeben.

Man kann diese Werte so aufteilen, dass Sie ein bestimmtes Zahlenverhältnis ergeben, z.B. den Goldenen Schnitt oder eine Fibonacci Reihe. Es mag eine noch vorteilhaftere Einteilung geben.

Die Bauteile kann man parallel Schalten oder in Serie. Es gibt auch die Möglichkeit der Parallel-Serienschaltung.

Wir nennen eine Serienschaltung von ähnlichen Bruchstücken Serielle Fraktalisierung und eine Parallelschaltung Parallele Fraktalisierung.

Beides kann kombiniert werden.